In Stavanger machten wir 3 Tage Pause um die touristischen Möglichkeiten zu nutzen. Der Liegeplatz dort war allerdings weniger zum Verweilen geignet. Nach dem schlechten Wetter beim Verlassen des Hardangerfjordes und im  Ryfylkegebiet, besserte es sich dauerhaft. Von Stavanger fuhren wir mit dem Touristenboot in den außergewöhnlichen Lysefjord und sahen den berühmten Prekestolen (Predigerstuhl oder Kanzel) von unten. Am nächsten Tag rafften wir uns dann auf, diesen auch von oben zu sehen. Eine beschwerliche Tour zu Fuß war dazu nötig. Die Aussicht von dort bei allerbestem Wetter war die Mühe wert. Erstaunlich, was sich alles auf dem Weg machte, von kleinen Kindern, Hunden, bis zu beleibten Menschen war alles dabei. Wir waren jedenfalls danach ganz schön kaputt, da der Weg immer wieder steil und steinig war.
Die 40 Seemeilen lange Strecke um das Gebiet Jaeren bis Egersund mußten wir bis auf 2,5 Stunden Segeln motoren. In Egersund legten wir einen Wasch- und TV-Fussballtag ein. In einem Pub besiegten wir Argentinien. (Später in Mandal verloren wir allerdings gegen Italien, ebenfalls in einem Pub).
Das Listagebiet und Kap Lindesnes mußten wir uns erkreuzen. Direkt hinter dem Kap fanden wir einen kleinen Hafen, wie der Name Lillehavn schon sagt sehr klein, von dem wir zu Fuß zum Leuchturm des Kaps wanderten. Auch hier glaubte man in Deutschland zu sein, wenn man sich so umhörte. Die waren natürlich mit dem Auto dahin gekommen.
Das Wetter ist so warm und sonnig, daß wir bei bis zu 21 Grad Wassertemperatur schon baden konnten. Im Naturhafen (am Holzsteg vor Heckanker) nahe Kristiansand war es besonders schön. Dort blieben  wir in großer Stille über Nacht.
Durch den Innenweg "Blindleia" mußten wir gegen Wind, Welle und Strom motoren. Dafür wurden wir heute von Grimstad nach Lyngör, wir liegen hier bei Segelmacherfrauens Kneipe, mit achterlichen Wind und Segeln von Hafen zu Hafen entschädigt.
Willi hat seinen Rückflug von Sandefjord in der nächsten Woche gebucht. Deshalb werden wir zusammen nicht weiter als bis Kragerö fahren, von wo ein günstiger Buszubringer geht.
Das Wetter soll sich wohl ändern, der stärkere SW-Wind zeigt es vielleicht jetzt schon an.




Stavanger, neuer Gasthafen, mit Ölmuseum
Aus dem alten nahe der Brücke wurden wir verjagt, er ist jetzt privat Der Haupthafen war uns zu laut. Dort fand gerade ein großes Beachvolleyball Turnier statt. Und was die heute so an Beschallung haben...



Prekestolen (Bildmitte) vom Lysefjord aus.
Nächsten Tag waren wir oben.



Willi und ich auf dem Prekestolen
Etwa 650 m über dem Lysefjord



da unten waren wir gestern mit dem Schnellboot
Hier liege ich auf dem Bauch, dabei ...



... fotografierte Willi mich.
Auf dem Bauch zu liegen war nicht so schwierig, aber beim nächsten Bild ...?



Foto zum Angeben?
Die leicht rückwärts geneigte Haltung verrät einiges, der Fels war etwas geneigt, in die falsche Richtung. Bisher ist ja noch niemand (unfreiwillig) runter gefallen. Wer mit Freitod+Prekestolen googelt findet die berühmt gewordene Ausnahme.



Schönes Wetter, wie man sieht



Noch eine letzte Anstrengung ergab diesen Blick
Prekestolen, Prediger Stuhl, Kanzel, The Pulpit Rock



Tananger
Zwischenstation von Stavanger nach Egersund



Bei Tananger



Leuchtfeuer bei Jaerens Rev
Zwischen Tananger und Egersund



Egersund



Südliche Ausfahrt Egersund



Rasvåg, nordwestlich vom Listagebiet
hier wurde...



...zum zweiten Mal gebadet
mit einer wasserdichten Digikamera von Pentax



Scheint nicht zu kalt gewesen zu sein.



Gegenwind bei Kap Lindesnes
Aber bei so einem Wetter macht das auch Spaß.



Lillehavn, nicht weit von Kap Lindesnes
Lillehavn = Kleiner Hafen, stimmt



Leuchtfeuer Kap Lindesnes, Südkap Norwegen
haben wir erreicht nach einem Fußmarsch von Lillehavn



Stokken Naturhafen nahe Kristiansand
Besonders bequem, das Ufer war mit einem Steg versehen



Lyngør, Liegeplatz bei Seilmaker Fruens Kro
Hier war später noch richtig was los



Man kann hier nur mit dem Boot hinkommen
dementsprechend bildeten sich abenteuerliche Päckchen von kleinen Motorbooten



Das "Handy" von Lyngør
Hier bediene ich gerade den Handtelegrafen zur Verständigung mit Schiffen.



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Lyngør bis Koster